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Gelungenes Camp, fehlende Treffs: Probleme an der Schule?

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Kinder- und Jugendbeirat Erkner
Fabrice Landmann, Pressesprecher
Telefon:01 71/6 17 24 74

Jugend am Ball?

Stand: Dezember 2021

Wo drückt der Jugend in Erkner der Schuh? Das müsste eigentlich am besten der dafür zuständige neue „Kinder- und Jugendbeirat“ wissen!

Allerdings drückt diesem Gremium selbst der Schuh, oder besser gesagt, genau nicht. Denn die Jugendvertreter haben sich mittlerweile von ursprünglich acht Personen bei der konstituierenden Sitzung Ende 2019 auf einen harten Kern von nur noch drei Aktiven reduziert.
Damit kann die junge Erzieherin Yasemin Yapici als Vorsitzende nur noch auf die Schülerin Fabrice Landmann Pressesprecher sowie den angehenden Medizin-Studenten Fabrice Landmann zurückgreifen, der 2021 sein Einser-Abi am Carl-Bechstein-Gymnasium gemacht hat.

Erkner in der Minderzahl?
Er bringt als ehemaliger Schülersprecher allerdings viel Vertretungs-Erfahrung in das Gremium. „Das Problem ist, dass an unserem Gymnasium die meisten Schüler aus anderen Orten sind. Diese haben natürlich wenig Interesse, sich für die Situation in Erkner einzusetzen. Andererseits haben wir Mitglieder verloren, weil diese aufgrund ihres weiteren Werdegangs, wie Beginn einer Ausbildung oder Aufnahme eines Studiums, keine Zeit mehr hatten oder weggezogen sind“, erläutert Landmann das Problem. „Es ist aber leider schon so, dass die Bereitschaft, sich zu engagieren, in unserer Altersgruppe relativ gering ist. Vielfach lassen zudem Schule und Hobbys wenig Zeit“, gibt Fabrice Landmann weiter zu bedenken.

Gelungenes Sommercamp
Dennoch haben es die „Drei von der Jugendvertretung“ geschafft, mit einem erstmalig veranstalteten Sommercamp Leben in die Stadt am Dämeritzsee zu bringen.
„Diese Veranstaltung konnte mit Mitteln des Familientags organisiert werden. Diese waren frei, weil die Veranstaltung ja 2021 ausgefallen war“, erklärt Yasemin Yapici. Eingeladen waren Teilnehmer von neun bis 13 Jahren. Veranstaltungsort war das Gelände vom Jugendclub am Dämeritzsee.

Sport und Stricklieschen
In fünf Tagen wurde 40 Kindern ein abwechslungsreiches Programm geboten.
Hier gehörte kreative Handarbeit mit den Aktiven vom „Stricklieschen“ ebenso dazu wie Einblicke ins harte Sportleben der erfolgreichen „Razorbacks“. „Am Sporttag gab es außerdem die Möglichkeit, Volleyball kennenzulernen oder Fußball mit dem ‚FV Erkner‘ zu erleben“, ergänzt Linda-Marie Triebe. Jetzt ist daran gedacht, die Veranstaltung zu einer jährlichen Tradition werden zu lassen.

Zerstörerische Jugend?
Dennoch möchte der Jugendbeirat auf aktuelle Probleme aufmerksam machen. „Sehr wichtig wäre ein Ort, wo man sich treffen und quatschen könnte, wo es nicht stört, wenn Musik zu hören ist. Leider sind die wenigen Möglichkeiten verschwunden. Teilweise waren die Jugendlichen selbst schuld, da sie einen Pavillon zerstörten. Im Gegenzug hat die Stadt Bänke entfernt. Leider hat der Jugendclub gerade dann, wenn man ihn bräuchte, geschlossen. Das betrifft die Wochenenden und den Abend“, wägt Fabrice Landmann ab.
Als Sohn von Jan Landmann, der hauptberuflich Polizeibeamter ist, hat Filius Fabrice natürlich eine große Sensibilität für Sicherheitsprobleme: „Leider ist Drogenkonsum unter Jugendlichen weit verbreitet. Neben Kiffen sind harte Drogen wie Kokain ebenfalls häufig. An unserer Schule wurde immer wieder mal angekündigt, etwas dagegen zu machen, passiert ist aber nichts.“
Im Gegensatz zu Papi, der als Bürgermeisterkandidat angetreten war und der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Erkner vorsteht, hat Jugendbeirats-Aktivist Fabrice Landmann aber momentan keine politischen Ambitionen!

Erstellt: 2021